pfarrwitwenhaus-gross-zicker...in Groß Zicker war fast 3 Jahrzehnte das bescheidene Heim verarmter Menschen.

Es wurde um 1720 erbaut und war bis 1984 bewohnt, fast unvorstellbar in unserer heutigen schnelllebigen Konsumgesellschaft.

Das Pfarrwitwenhaus ist eines der ältesten noch erhaltenen Häuser auf Rügen.
Es ist in Hallenbauweise errichtet und man kann noch heute die typische Ständerbauweise des niederdeutschen Hallenhauses bewundern. Es wurden ausschließlich heimische Materialien verarbeitet. Dazu zählten Holz, Lehm und Rohr. Charakteristisch ist der sogenannte *Zuckerhut*, womit das spitze Rohrdach gemeint ist.

Wie der Name schon sagt, wurde das Haus für die Pfarrwitwen erbaut. Die Witwe des Pfarrer stand nach dessen Tod meistens mittellos da. Die soziale Einrichtung Pfarrwitwenhaus bot den Frauen Unterkunft und das notwendigste zum Leben.

Ein war ein schlichtes, bescheidenes Leben, dennoch müssen sich die Menschen in dem Haus wohlgefühlt haben, ansonsten wäre das Haus wohl nicht bis 1984 bewohnt gewesen.

Das Pfarrwitwenhaus inspirierte Maler und Fotographen für deren Werke und noch heute ist das Haus eine beliebte Kulisse und Ausflugsziel. Der wunderschöne Bauerngarten mit Pflanzen und Kräutern des Mönchgut versetzt immer wieder in Erstaunen

Menschen wohnen nicht mehr in dem geschichtsträchtigen Haus. Heute wird das Pfarrwitwenhaus als Museum und Treffpunkt, wie auch für  Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

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Das Pfarrwitwenhaus
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Ein Gedanke zu „Das Pfarrwitwenhaus

  • Dezember 26, 2015 bei 2:54 pm
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    Sehr geehrte Damen und Herren,
    durch eine Briefmarke aus der DDR (Michel-Katalog-Nr. 2624 aus dem Jahr 1981) und den Stichworten „Zuckerhut/Pfarrwitwenhaus/Groß Zicker/nach 1700“ fand ich den Weg zu dieser Web-Seite, die mir die gewünschte und erhoffte Detailbeschreibung dieses geschichtsträchtigen Hauses lieferte.
    Dafür spreche ich Ihnen meine Anerkennung und ein herzliches Dankeschön aus!
    Ich werde die Erläuterungen in meiner privaten Briefmarkensammlung aufnehmen.

    Mit besten Grüßen (am 2. Weihnachtstag 2015) verbleibe ich hier in meiner Wohngegend in Niedersachsen (Hildesheim) Dieter Wenzel

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